Die FDP lehnt das städtebauliche Konzept für Jesteburg kategorisch ab

Das lässt nichts gutes ahnen: Der Verwaltungsausschuss hat dem neuen städtebaulichen Konzept für Jesteburg schon zugestimmt, jetzt muss es durch den Gemeinderat – das scheint aber nur noch eine reine Formsache zu sein.

Neben den beiden bereits genehmigten Baugebieten Seevekamp und Brettbeekskoppeln, werden in dem Konzept weitere drei potentielle Baugebiete im Süden Jesteburgs aufgezeigt. SPD, CDU und GRÜNEN scheint das zu gefallen. Die FDP lehnt dieses städdtebauliche Konzept kategorisch ab und wehrt sich weiter vehement gegen die Buchholzerisierung Jesteburgs.

„Da möchte jemand unser Dorf kaputt machen. Das darf nicht beschlossen werden! Ich fordere die Ratsmitglieder auf, das vorliegende Konzept abzulehnen“, erklärt FDP-Gemeinderat Philipp Wagner.

Alleine am Schierhorner Weg, bzw. an der Feldhöhe, machen die Städteplaner eine Wohnungsbaufläche von 10 Hektar aus. Außerdem haben sie das Reiter-Gelände als potentielle Wohnungsbaufläche entdeckt und eine bisher kaum beachtete Fläche zwischen Brettbeekskoppeln und dem neuen Feuerwehrhaus. Würden diese Baugebiete realisiert werden, hätte Jesteburg seinen dörflichen Charakter für immer verloren.

„Im Gemeinderat scheint der Größenwahn um zu gehen, anders ist es icht zu erklären, dass dieses städtebauliche Konzept Zustimmung bei CDU, SPD und Grünen findet“ so Samtgemeinderat Frank Gerdes. Und weiter: „Allerdings verwundert es schon, dass sich die Bauwut dieser Damen und Herren, die mehrheitlich im Norden wohnen, einzig auf den Süden konzentriert. Unweigerlich fragt man sich doch, ob so für genügend Famila-Kundschaft gesorgt werden soll?“

Da wundert es auch nicht, dass sich laut dem städtebaulichen Konzept, das Thema „Sandbarg-Center“ erledigt hat. Schließlich sei eine Ausbreitung Jesteburgs in Richtung Norden unmöglich. Grund: Die Bahnlinie und ein angebliches, aber in diesem Umfang nicht vorhandenes, Heide- und Naturschutzgebiet am Sandbarg. Noch vor kurzem erklärte Gemeindedirektor Hans-Heinrich Höper nach einem Gespräch mit den Sandbarg-Investoren das Projekt allerdings für machbar. Kommt jetzt die plötzliche Kehrtwende?

„Dieses Konzept ist eine Frechheit!“, so FDP-Samtgemeinderat Frank Gerdes. Und: „Der Rat benimmt sich, als ob er mit unserem Jesteburg Monopoly spielen würde. Eine gesunde Politk für unser Dorf sieht anders aus – und ein ehrliches städtebauliches Konzept auch, meine ich.“