Schützenhalle in Jesteburg vorerst nicht abreißen

Der Vorsitzende der FDP Jesteburg schlägt vor, dass die Gemeinde vorerst nicht den Abriss der ehemaligen Festhalle und des verbliebenen Hauses auf dem Clement-Areal vornimmt. Wagner hierzu: „Unabhängig davon, ob man den Abriss der ehemaligen Festhalle auf Kosten der Gemeinde befürwortet, so bin ich der Auffassung, dass aufgrund der derzeitigen fortdauernden Zuwanderung von Flüchtlingen eine Vernichtung von Bauwerken der Gemeinde vorerst ausgesetzt werden sollte.“ Vor dem Hintergrund des anstehenden weitere Zuzuges von Flüchtlingen wird es für die Gemeinde Jesteburg eine immer größere Herausforderung, Flüchtlingen in menschenwürdige Unterkünfte unterzubringen. Vor diesem Hintergrund und der anstehenden kalten Jahreszeit hat der FDP-Vorsitzende Wagner die Gemeindeverwaltung gebeten zu prüfen, ob nicht diese Gebäude zumindest bis zum Frühjahr erhalten bleiben sollten. Wagner gibt zu bedenken: „Wenn wir jetzt die baulichen Reserven der Gemeinde abreißen, werden wir möglicherweise kurzfristig schlechtere und erheblich teurere Alternativen als Unterbringungsmöglichkeiten anschaffen müssen. Wir sollten hier versuchen, vorausschauend zu planen“. Auch wenn die Schützenhalle baulich nicht in gutem Zustand ist, könnten die Alternativen, z.B. Zelte, schlechter oder erheblich teurer sein. Insbesondere aufgrund des Syrien-Krieges sind zuverlässige Planungen der zu erwartenden Flüchtlingszahlen nicht möglich. Bisher konnte die Gemeinde Jesteburg Zeltlager wie in Hamburg oder die Belegung von Turnhallen vermeiden. Der FDP-Vorsitzende hat daher nun die Gemeinde gebeten zu prüfen, ob nicht ein Abriss der Gebäude vorerst ausgesetzt werden solle. Eine Behinderung der Immobilienprojekte der Gemeinde ist nicht zu erwarten, da derzeit kein Fortkommen im Famila-Gerichtsverfahren und des sogenannten Ärztehauses erkennbar sind.